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"Verkürzte Bahnfahrt"

September 18, 2021 - Lesezeit: 2 Minuten

Einerseits freue ich mich ja, wenn mittelfristig Strecken der deutschen Bahn erneuert werden. Gerade passiert das zum Beispiel auf der Strecke Hamburg - Berlin bis (wenigstens) 11.12. (danach soll damit die nächste Baustelle Kassel - Fulda - Würzburg entlastet werden).

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Andererseits: Bei den Szenen in Hamburg am letzten Sonntag traute ich mich nicht auf den Gleis (13!) - zum Einen, weil es kaum möglich war, zum anderen, weil mir eine Platzsituation auch schon ohne eine Pandemie Sorgen macht. Ich fühlte mich an längst vergangene Zeiten erinnert. Damals stand ich oft am Fernverkehrsgleis im Bahnhof Zoo und wartete mit übermäßig vielen anderen Lebensmüden darauf, dass jemand aus Versehen stürzt und so jemand anderes unbeabsichtigt auf das Gleis schubst. Das fand glücklicherweise 2006 ein Ende als ein neuer Bahnhof dorthin gestellt wurde, wo vorher ein eher unscheinbarer Bahnhhof namens Lehrter Bahnhof existierte.

Anstatt nun also jemanden in Brandenburg zu besuchen, wanderte ich auf der "Sehen-und-gesehen-werden"-Außenalsterstrecke (ca. 9km) entlang, um danach den Rückweg anzutreten.

Auf der Außenalster wurde viel gesegelt...

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Auf den Bildern kann man kaum sehen wieviel an diesem Tag los war. Gerade in Innenstadtnähe waren viele Leute unterwegs, zum Teil auch mit ihren vierbeinigen Gefährten. Manchmal führte das zu Situationen wie dieser hier, in der einige Hunde aufeinandertrafen und sich teils leicht chaotische Szenen abspielten - wobei sich die meisten Szenen schnell wieder auflösten. Jedenfalls fanden sich oft einige Zuschauer.

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Gelesen 07/21

Juli 25, 2021 - Lesezeit: 2 Minuten

Banana Yoshimoto - Der See

Chihiro steht an einem Scheideweg. Die Mutter stirbt nach langer Krankheit und ein seltsamer Mann tritt in ihr Leben. Die Beziehung zu Nakajima gestaltet sich nicht ganz einfach, nimmt aber trotzdem Gestalt an. Als klar wird, dass Nakajkima als Kind von einer Sekte schleppt wurde, macht vieles mehr Sinn. Nicht unbedingt Gute-Laune-Literatur.

Julia Schnetzer - Wenn Haie leuchten

Ein faszinierendes Sachbuch über allerlei kuriose Meeresbewohner und deren Verhalten. Manchmal wird es etwas technisch, aber man spürt die Begeisterung der Autorin und versteht ein bisschen mehr/Meer, wie die Dinge zusammenhängen. Wenig überraschend stellt das Buch ein weiteres Plädoyer für Tier- und Umeweltschutz dar.

Martha Wells - The Murderbot Diaries (en)

Eine SecUnit ("Security Unit"), etwas T1000/Data und etwas menschlicher Klon, ist eigentlich eine Art Wegwerf-Bodyguard für schwierige Situationen. Allerdings entwickelt es ein Eigenleben, hackt sich selbst und wird ein Stück weit frei; ist nun das menschenrettende "Murderbot", das gerne mal Serien schaut. Menschen werden ausnahmsweise nicht idealisiert, ganz im Gegenteil. Murderbot möchte kein Mensch sein, auch wenn es sich notwendigerweise etwas anpasst, um nicht sofort aufzufallen. Literarisch sicherlich nicht nobelpreisverdächtig ("and then ... and then ..."), aber unterhaltsam.

Sehr angenehm: Die 5 Novellen und das Buch lassen sich ohne Kopierschutz kaufen und somit auf beliebigen Geräten ansehen.


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Rosen im Rhododendronpark

Juli 3, 2021 - Lesezeit: 2 Minuten

Die meisten Rhododendren im Bremer Rhododendronpark sind verblüht. Das macht den Park nicht zu einer trostlosen Wüste, aber die Attraktivität nimmt nach der Blüte doch deutlich ab.

Im Anschluss kann man sich zum Beispiel noch an einer ganzen Menge Rosen erfreuen (wenn man sich dafür begeistern kann), die formschön an und auf einem Hügel gepflanzt gepflanzt sind.

Eigentlich bin ich kein großer Rosenfreund, aber Pandemien machen merkwürdige Dinge mit dem Erfahrungshorizont.

Also fuhr ich letztens in den Park und schoss ein paar Bilder, bis mir der Regen weitere Bilder unmöglich machte.

Als ... äh ... Rosenexperte weise ich darauf hin, dass hier Rosen unterschiedlicher Farben zu sehen sind. Rosa und gelb ließen sich gut ablichten. Bei roten und weißen hatte ich so meine Probleme.

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Generative Music: Melting Snow

April 13, 2021 - Lesezeit: ~1 Minute

Der Frühling hat in diesem Jahr ausnahmsweise seinen Namen verdient. Der April ist wechselhaft, kalt und windig.

Trotzdem werden die Tage länger und wenn mal Schnee fällt, hält er sich nicht unbedingt lange. Als Ode an die Schneeschmelze habe ich das Skript zum Erzeugen von Musik (genannt midim) dazu genötigt, etwas Schneeschmelziges zu erzeugen. Die Instrumentenwahl ist nicht zufällig: Piano, Bass, Marimba.

Melting Snow

Inpiration für die Instrumentierung war ein Album von Taiko Saito und Niko Meinhold namens koko, das ich seit jeher sehr entspannend finde (Beispiel: Hautfarbene Wolke).

Dass es fast schon so lange wie das Album auch das Trio Kokotob mit dem Klarinettisten Tobias Schirmer gibt (Beispiel: Komodo no Kodomo), ist mir erst heute aufgefallen. Tja. Mehr Musik zur Entspannung schadet derzeit ja eher nicht ...


Gelesen 03/2021

März 9, 2021 - Lesezeit: 2 Minuten

Gerade zuende gelesen: Kirschblüten und rote Bohnen von Durian Sukegawa. Der selbsternannte Loser/Außenseiter Sentaro, der in einem Imbiss für eine Süßspeise festhängt, wird durch eine Expertin in dem Bereich zu Höhenflügen angetrieben. Nebenher erfährt man etwas darüber, wie man früher mit in Japan mit Leprakranken umging. Dieser Aspekt ist etwas moralingetränkt, aber insgesamt liest sich das Buch trotzdem recht angenehm. Ein zurückhaltendes Schulmädchen wird aus Gründen der Vollständigkeit (? → 3 Hauptcharaktere, 3 Generationen) ebenfalls durch die Handlung geschleift, bleibt dabei jedoch ziemlich blass.

Etwas besser hat mir Für eine schlechte Überraschung gut von Arto Paasilinna gefallen. Zwei Soldaten, die während des 2. Weltkrieges in Finnland notlanden, schlagen sich durch die verschneite Landschaft und erleben dabei einige Abenteuer. Moral ist in dem Buch auf befremdliche Weise eher weniger ein Thema (Stichwort "gute Gewalt"). Davon abgesehen wird man vom Autor gut unterhalten und kann sich in eine so ganz andere Zeit versetzen lassen.

Peter Frankopans langgezogener Aufsatz Die Neuen Seidenstraßen liegt mittlerweile auch schon eine Weile gelesen herum und hat schlussendlich nicht viel mehr zu sagen als dass der Westen sich warm anziehen kann, weil die Länder der Seidenstraße auf der Überholspur unterwegs sind. Dass dafür immer noch nur eine Erde verfügbar ist, scheint nicht eingeplant zu sein und so hinterlässt diese lineare Sichtweise bei mir Zweifel.


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Generative Music: Waiting

Februar 14, 2021 - Lesezeit: ~1 Minute

Vor einiger Zeit beschäftigte ich mich etwas mit Musiktheorie und schrieb ein Java-Programm, mit dem ich (und so ziemlich nur ich) in der Lage war, diffuse Musik zu erzeugen. Der Ansatz war damals, möglichst offen zu beginnen und dann einzugrenzen. Das hat nicht gut geklappt. Ich habe unterschätzt, wie "einfache" verständliche Musik funktioniert.

Mit ein paar neuen Gedanken und dem Ansatz umgekehrt (wenig flexibel -> flexibler) habe ich nun ein Python-Script geschrieben, das deutlich weniger diffuse Musik erzeugt.

Um sich ein Bild machen zu können, kann man sich dieses Beispiel anhören. Das Stück geht Richtung Easy Listening / Jazz und nimmt am Loudness War nicht teil (hat also leise und laute Abschnitte). Entsprechend versträgt es sich nicht gut mit lauten Hintergrundgeräuschen. Es mäandert einige Minuten mit wechselnden Moll-Tonleitern und einer sich wiederholenden Progression i-v-iv-i vor sich hin, bis es "ausläuft".